Rechte bei Annullierung gg├╝. Reiseveranstalter

Rechte bei Annullierung gg├╝. Reiseveranstalter

Rechte der Flugg├Ąste gegen├╝ber dem Reiseveranstalter bei Pauschalreisen bei Annullierung des Hinfluges

Bei Annullierung des Hinfluges besteht grunds├Ątzlich ein K├╝ndigungsrecht des Reisevertrages seitens des Reisenden und des Reiseveranstalters.

Wir empfehlen, die Wirksamkeit der K├╝ndigung anwaltlich ├╝berpr├╝fen zu lassen.

Nach der K├╝ndigung ist der Reiseveranstalter nicht mehr zur Durchf├╝hrung der Reise verpflichtet. Der Reisende muss nach K├╝ndigung den Reisepreis nicht mehr zahlen.

Unter Umst├Ąnden muss der Reisende Entsch├Ądigungen zahlen, sofern der Reiseveranstalter bereits Vorleistungen erbracht hatte.

Stornokosten f├╝r Hotelreservierungen sind nach der Rechtsprechung im Falle der K├╝ndigung wegen h├Âherer Gewalt je zur H├Ąlfte vom Reiseveranstalter und vom Reisenden zu zahlen (vgl. BGH 109, 224). Wird der Reisevertrag nicht gek├╝ndigt oder ist die K├╝ndigung unwirksam kann der Reisende den Reisepreis mindern, wenn sich durch die versp├Ątete Abreise die Reisezeit verk├╝rzt.

Rechte der Flugg├Ąste gegen├╝ber dem Reiseveranstalter bei Pauschalreisen bei Annullierung des R├╝ckfluges

Bei Annullierung des R├╝ckfluges infolge der Luftraumsperrung wegen der Vulkanaschewolke besteht gleichfalls ein K├╝ndigungsrecht des Reisevertrages seitens des Reisenden und des Reiseveranstalters.

Wir empfehlen, die Wirksamkeit der K├╝ndigung anwaltlich ├╝berpr├╝fen zu lassen.

Die Rechten der Reisenden sind im Falle einer K├╝ndigung andere als ohne bzw. unwirksamer K├╝ndigung.

Nach der (wirksamen) K├╝ndigung ist der Reiseveranstalter nicht mehr zur Erbringung der Reiseleistungen (bspw. Unterkunft, Verpflegung, Veranstaltungen) verpflichtet. Der Reisende muss nach K├╝ndigung den Reisepreis nicht mehr zahlen.

Der Reiseveranstalter ist jedoch - falls der Reisende dies w├╝nscht - im Falle der K├╝ndigung verpflichtet, den Reisenden schnellstm├Âglich zur├╝ckzubef├Ârdern.

Mehrkosten (u.a. ├ťbernachtungskosten, Verpflegungskosten) hat der Reisende zu tragen (┬ž 651 j Abs.2 BGB).

Der Reisende kann aber stattdessen auch kostenlose Umbuchung auf den n├Ąchstm├Âglichen R├╝ckflug verlangen.

Die Mehrkosten f├╝r die R├╝ckbef├Ârderung sind von Reisendem und Reiseveranstalter zu teilen.

Der Reisende kann im Falle des versp├Ąteten R├╝ckfluges den Reisepreis ggf. mindern, solange der Reisevertrag nicht (wirksam) gek├╝ndigt wurde.

Gezahlte Reisepreise k├Ânnen nachtr├Ąglich entsprechend der Minderungsquote anteilig zur├╝ck gefordert werden.

Entscheidend f├╝r die Minderungsh├Âhe ist das Verh├Ąltnis der Gesamtreisezeit zur Verl├Ąngerung der Reisezeit.

Teilweise wird seitens der Reiseveranstalter versucht, auch die Transferkosten zum Flughafen zu halbieren. Da aber lediglich die Fl├╝ge infolge h├Âherer Gewalt ausfallen, ist ┬ž 651 j BGB nicht anwendbar.